Geschichte der Schule

Als die Grundschule Kronsburg am 21. Juni 1950 mit einem großen Festakt eröffnet wurde, lag die Stadt Kiel noch zu großen Teilen in Trümmern. Im Süden der Stadt hatten Familien, die ihre Wohnungen verloren hatten, zusätzliche Siedlungshäuser gebaut. Sie wollten wieder ein normales Leben führen und ihren Kindern eine Zukunft bieten. Eine Schule war daher für Kronsburg von großer Bedeutung.

Von 1949 an begann die Stadt Kiel mit dem Neubau von Schulen. Der Architekt Rudolf Schroeder (1897-1965) war als Leiter des Hochbauamtes für den Kieler Nachkriegsschulbau verantwortlich. Er setzte das von ihm mitentwickelte Pavillonsystem konsequent um und formte daraus ein eigenständiges und überregional anerkanntes Modell für den neuen Schulbau. Dieser Stil hat die Schulbauentwicklung der Nachkriegszeit weit über die Landesgrenzen hinaus entscheidend beeinflusst. Die Grundschule Kronsburg machte den Anfang und war damit die damals erste und zugleich modernste Schule dieses neuen Stils. Schroeder bzw. die Schule erhielt dafür den Bundespreis im Schulwettbewerb für den überdachten Bungalowstil mit Terrassenanlage. Insgesamt wurden von 1949 bis in die 70er Jahre über 20 Kieler Schulen nach dem „Schroederschen Schulmodell“ errichtet, z.B. die Kieler Goetheschule, die Hebbelschule und die Friedrich-Junge-Schule.

Aus der Chronik:

21.06.1950
Die Schule wird mit einem großen Festakt eingeweiht.

September 1951
Ein Freundeskreis der Schule wird gegründet.

24.11.1951
Die Schule bekommt einen Telefonanschluss.Am Fischbrunnen

13.05.1952
Ein Viertelliter Vollmilch kostet 10 Pfennig (ca. 5 Cent). Täglich werden 50 Freiportionen für bedürftige Kinder ausgegeben. Für jede
abgegebene Flasche erhält die Schule 25 Pfennig (ca. 13 Cent), die
den Klassenkassen geschenkt werden.

Juni 1952
100 Architekten und Pädagogen aus Österreich, der Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen und Deutschland besuchen die neuen Kieler Schulen und erklären die Schule in Kronsburg zur „Schönsten Schule Europas“.

Ab 1956/57
gibt es an der Kronsburger Schule kein 9. Schuljahr mehr.

Ab 19.09.58
findet für die Klassen 4, 7 und 8 jeweils eine Stunde praktischer
Verkehrsunterricht statt.

Ab 09.10.59
darf per Erlass des Kultusministeriums eine Unterrichtsstunde nur noch 45 Minuten dauern. Ihr hat eine Pause von mindestens 19 Minuten zu folgen. Doppelstunden sind nicht mehr erlaubt.Klassenraum

Mai 1960
Die wichtigsten Straßen in Kronsburg werden mit einer Teerdecke versehen.

06.09.60
erhalten alle Volksschüler Lernmittelfreiheit.

Mai 1964
Die ev. Kirchengemeinde wird umgegliedert. Kronsburg wird aus der Gemeinde Kiel-Elmschenhagen herausgelöst und mit Poppenbrügge, Meimersdorf und Moorsee zusammengeschlossen. Die Kreuzkirchen-Kapelle wird am 17. Mai eingeweiht.

April 1966
Zwei Kurzschuljahre werden eingeführt (April – November 66 und Dezember 66 – Juli 67).

06.06.68
Die Volksschule Kronsburg wird in eine Grundschule umgewandelt. Die Hauptschüler aus Kronsburg besuchen die Fröbelschule in Gaarden.

28.08.68
Die Grundschule Kronsburg hat vier Klassen.Schon damals an Gruppentischen

Am 26.11.69
gründet sich der „Schulverein Grundschule Kronsburg“. 54 Eltern tragen sich ins Gründungsprotokoll ein.

Schuljahr 1970/71
Es wird der Versuch genehmigt, die Fünftagewoche einzuführen. Gleichzeitig wird Mathematik nach dem Prinzip der Mengenlehre eingeführt. Die Orientierungsstufe als Übergangsform zur weiterführenden Schule wird eingeführt. Über alle abgehenden Schüler müssen Gutachten erstellt und einzeln mit den Eltern besprochen werden. Zum Schuljahresende sollen die Grundschule Poppenbrügge und die Grundschule Kronsburg zusammengelegt werden.

Ab Januar 1973
darf die Turnhalle in Wellsee von den Kronsburger Schülern mitbenutzt werden. Die Schüler werden mit dem Bus dorthin gefahren.

1974
genehmigt die Stadt Kiel den Erweiterungsbau für die Schule.Blick aus dem Klassenraum

29.01.76
Das Richtfest für den Neubau wird gefeiert.

26.08.76
Die Einweihung wird gefeiert.

1983
Der erste Kopierer wird aufgestellt.

Juni 1987
Emma kommt: Herr Johnson, ehemaliger Elternbeiratsvorsitzender, spendet der Schule eine alte Diesellok als Spielgerät. Ein Baukran hebt die Lok über die Treppenanlage bis auf die Rasenfläche.

November 1989
Der Schulverein besteht 20 Jahre und beschließt die Anschaffung eines Fernsehgerätes. Die Notenzeugnisse für die Klasse 2 werden in Berichtszeugnisse umgewandelt.

Im Juni 1990
wird das 40-jährige Bestehen der Schule gefeiert.Im klasseneigenen Schulgarten

13.12.92
Ein Basar, von den Eltern organisiert, erbringt im Anschluss an das „Pyramidensingen“ eine Spende von 1.658,- Mark (ca. 830 Euro) für UNICEF.

31.01.94
Erstmals findet zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres ein „Spielevormittag“ statt.

18.05.94
Eltern haben 55 Pakete für notleidende Menschen in Kroatien gepackt.

1998
Die neue Sporthalle des Sportvereins wird für den Sportunterricht genutzt.

Schuljahr 99/2000
beginnen durch Hilfe der Eltern die Arbeitsgemeinschaften Flöten, Sticken, Tennis, Foto, Theater, Schach, Kochen, Dänisch und Freie AG. Die Schule muss sich nun einen Hausmeister mit Wellsee teilen.

09.10.99
Eltern und Lehrer gestalten an mehreren Wochenenden den Schulhof um.Reh an der Treppe

23.05.2000
Die Schulkonferenz beschließt, pro Klasse möglichst bald einen Computer einzusetzen, an dem mit Lernprogrammen geübt werden kann. Eltern suchen nach Sponsoren zur Anschaffung der PCs.

05.06.2000
Für die Schulhofumgestaltung erhält die Schule den 3. Platz beim
„Kieler Umweltpreis 2000“.

2003/04
Erstmals werden Integrationskinder in die ersten Klassen aufgenommen. Die Schülerzahl steigt auf 240, was nur durch Nutzung eines Containers und des Werkraums ermöglicht werden kann.

Schuljahr 2004/05
Die verlässliche Grundschule wird eingeführt; vier bzw. fünf Unterrichtsstunden sind damit garantiert. Täglich gibt es nun in jeder Klasse einen Morgenkreis, die erste und zweite Stunde im Block und anschließend ein verlängertes Frühstück mit Vorlesen. Eine wöchentliche Klassenstunde wird eingeführt, Kletterpyramide und Laufbahn werden eingeweiht.

10.8.2004
Historisches, letztes Hitzefrei.

2005/06
Der Klassensprecherrat wird gegründet, Tabellenzeugnisse für die Klassen 1 und 2, das Schullied sowie die Hausaufgabenbetreuung für ausgewählte Kinder eingeführt.

2006/07
Die Schülerzahl geht auf etwas über 90 zurück als Folge der Entstehung der Johanna-Mestorf-Schule in Meimersdorf.

2007
Der erste Beamer und der erste Laptop der Schule werden angeschafft.

2008/09
Die jahrgangsübergreifende Freiarbeit wird eingeführt und stößt auf landesweites Interesse. Aufgrund der Unterstützung des Entwicklungszentrums Ngelani in Kenia und der Ausgestaltung des Fußgängertunnels nach Meimersdorf wird die Schule zur Zukunftsschule ernannt.

Februar 2011:
Es fällt der Beschluss zur Errichtung eines geräumigen Anbaus für die Betreute Grundschule.

2011/12
Die Schülerzahl steigt auf 154.